Burnout-Prävention

BurnOut Erkennung

Das Problem beim BurnOut Syndrom ist, dass es sich mit unterschiedlichsten Symptomen äußert und bei jeder Person etwas anders ausfällt. Daher gilt der Burnout auch nicht als Krankheit, sondern es werden in unserem Gesundheitssystem nur die Symptome wie z.B. Angst, Panikattacken, Depressionen, Apathie, ausgelaugt sein u.v.a.m. behandelt.
Ursprünglich entdeckt wurden die Symptome bei Menschen in sozialen Berufen: Lehrer, Seelsorger, Altenpfleger, Krankenschwestern, Politiker dann aber auch bei Sportlern, Forschungsmitarbeitern, Verkäufern und Managern.

Anzeichen für einen Burnout sollten sein:
- zunehmende private Isolation - der Freundeskreis schwindet und wird nicht mehr aktiv gepflegt
- gleiches gilt für die Familie, die zunehmend vernachlässigt wird und Verständnis haben muss
- die zunehmend schwindende Selbstmotivation. Die Arbeit wird zunehmend schwieriger.
- die Leistungsfähigkeit lässt nach
- die Fehlerquote bei der Arbeit steigt
- die Frage nach dem Sinn des Lebens, der Arbeit, des Seins taucht im Kopf auf
- steigende Unzufriedenheit mit sich selbst und allen Umständen
- das Gefühl ohnmächtig und zunehmend handlungsunfähig zu sein

BurnOut Phasen

- Euphorie / Enthusiasmus
- Stagnation
- Frustration
- Apathie
- Burnout

BurnOut Prävention - der Königsweg

Burnout ist laut WHO, ICD-10, "ein Zustand totaler Erschöpfung“. Es herrscht weitverbreiteter Konsens, dass die Gründe und Auslöser eines solchen Zustandes aus dem beruflichen Kontext stammen.

Wenn wir nun das allgemeine Arbeitsumfeld betrachten, können wir beobachten, dass die meisten Menschen für dasselbe (oder weniger) Entgelt mehr arbeiten müssen.
Genügte in den 60er/70er Jahren noch ein Erwerbstätiger pro Familie, arbeiten nun überwiegend beide Partner, um den Lebensstandard zu sichern.

Der Königswert zur BurnOut-Prävention wäre also, die berufliche Belastung (wieder) zu senken. Dafür müssten sich Unternehmen weniger an Shareholder-Value und dafür mehr an nachhaltiger Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter orientierten. Leider ist das derzeit nicht absehbar.

So bleibt jedem Einzelnen die eigene BurnOut-Prävention. Hier können Seminare und Einzelcoachings gute Dienste leisten.

Ein verbreiteter Ansatz ist, gezielt für die eigene Entspannung zu sorgen. Dazu gibt es eine Reihe von bewährten Verfahren - wie beispielsweise die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson - die in wenigen Minuten effektiv anwendbar sind.

Ebenfalls mittels Körper funktioniert ein weiterer Ansatz: Sport. Der menschliche Körper ist für Bewegung gemacht und baut Stresshormone - die in herausfordernden beruflichen Situationen entstehen - sehr gut durch Bewegung ab. Als Untrainierter fragen Sie bitte vorher einen Arzt, welche Sportart für Sie sinnvoll ist.

Selbstverständlich spielen beim Weg zum BurnOut auch mentale Prozesse eine wichtige Rolle.
Das sind die, die sich unmittelbar in (äußerlich beobachtbaren) Handlungen widerspiegeln. Fragen der Priorisierung, des persönlichen Zeitmanagements, der Kommunikation und des Konfliktmanagements gehören ebenso hierher wie Möglichkeiten zu Delegation, Kooperation und Umstrukturierung von (Arbeits-)Prozessen.

All die bisher genannten Überlegungen und Tätigkeiten sind sichtbarer Ausdruck der inneren Prozesse und Strukturen eines Menschen. Gedankliche und gefühlsmäßige Muster und Bewertungen entscheiden darüber, ob ein 12-Stunden Arbeitstag als interessante Herausforderung oder als schwere Belastung empfunden wird.
Diese „innere Welt“ ist von vielen Parametern abhängig: Prägung durch die Herkunftsfamilie, bisher Erlebtes, Ziele, Weltbild, Lebensabschnitt und einiges mehr.
Spätestens hier raten wir zu professioneller Begleitung, denn dieses „Innere“ ist oft selbst kaum zu erkennen. Nach dem Motto: „Wir können nicht sehen, dass wir nicht sehen, was wir nicht sehen.“ (Bitte denken Sie kurz über diesen Satz nach!)

Es empfiehlt sich, einen entsprechend ausgebildeten und erfahrenen Coach zu suchen, der bereits in einem Vorgespräch erläutern kann, wie genau Vorgehensweise und Methoden sind.
Sinnvoll ist, alle 4 oben genannten Bereiche - Entspannung, Bewegung, Handlungen und Inneres - in die Arbeit einzubeziehen.

Dann stehen die Chancen gut, auch in wirtschaftlich hartem Umfeld die eigene Leistungsfähigkeit (und Lebensfreude!) zu erhalten.